OG - Obere Grenzverweildauer

Befindet sich ein Patient in der oberen Grenzverweildauer (OG), so erhält das Krankenhaus ein tagesbezogener Zuschlag zur DRG-Pauschale. Im Fallpauschalenkatalog (FPK) wird jede einzelne DRG mit gültiger Fallpauschalenvereinbarung und eine jeweilige Bewertungsrelation pro Zuschlagstag ausgewiesen.... Weiterlesen

Mindestmengenregelung

Die Mindestmengenregelungen ist ein Instrument zur Qualitätssicherung in der Medizin. Der Gemeinsame Bundesausschuss benennt planbare stationäre Leistungen, bei denen ein Zusammenhang zwischen der Durchführungshäufigkeit und der Behandlungsqualität besteht. Die Mindestmengenregelung wurde 2004 eingeführt, um die Qualität bei Leistungen und Eingriffen von hoher Komplexität zu gewährleisten. Die Regelungen setzen auf eine bessere Qualität durch Erfahrung und Routine bei den Behandlungen. Dadurch soll auch das Morbiditäts- und Mortalitätsrisiko verringert werden. Aus dem BinDoc Statistik-Tool erhalten wir folgende Mindestmengen: Beschreibung Anzahl Lebertransplantation (inkl. Teilleber-Lebendspende) 20 Nierentransplantation (inkl. Lebendspende) 25 Komplexe Eingriffe am Organsystem Ösophagus (Speiseröhre) 10 komplexe Eingriffe am Organsystem Pankreas (Bauchspeicheldrüse) 10 Stammzelltransplantation 25 Kniegelenk-Totalendoprothesen (Knie-TEP) 50 Koronarchirurgische Eingriffe (derzeit ohne Festlegung einer konkreten Mindestmenge)   Versorgung von Früh- und Neugeborenen mit einem Geburtsgewicht von unter 1250 Gramm 25                  ... Weiterlesen

Ärztlicher Dienst

Der Ärztliche Dienst umschließt das ärztliche Krankenhauspersonal, d.h. alle beschäftigten Ärztinnen und Ärzte eines Krankenhauses. ... Weiterlesen

CC - Complication or Comorbidity

Bestehen parallel zur Hauptdiagnose Krankheiten oder Beschwerden und führen sie zu einem höheren Aufwand und Ressourcenverbrauch, so werden diese als Nebendiagnose kodiert. ... Weiterlesen

Basisfallwert

Der individuelle Basisfallwert eines Krankenhauses wird kalkuliert, indem das Krankenhausbudget durch das Leistungsvolumen des Krankenhauses (ausgedrückt durch den Casemix) dividiert wird. Der individuelle Basisfallwert gibt den durchschnittlichen Behandlungspreis eines Falles im Krankenhaus bei einer Bewertungsrelation von 1.0 an, also den Preis für eine standardisierte Leistung eines Krankenhauses. Der Preis einer Krankenhausbehandlung ergibt sich somit aus der Bewertungsrelation der DRGs multipliziert mit dem so genannten Basisfallwert.... Weiterlesen

CCL - Clinical Complexity Level

Das Clinical Complexity Level oder auch Comorbidity and Complication Level auf deutsch "klinischen Komplexitätsgrad", "Schweregradstufen" oder auch "Grad der Komplikationen und Komorbiditäten" spielt eine wichtige Rolle in der Krankenhausfinanzierung und deren Abrechnung. Die Nebendiagnosen werden dabei mit den verschiedenen medizinischen Diagnosen zusammengeführt und anhand der Zusammenführung wird die DRG ermittelt. Das CCL gibt dabei den Schweregrad der Komorbiditäten und Komplikationen bei den Nebendiagnosen an. Der Schweregrad wird in bis zu fünf Stufen eingeteilt. Quelle:... Weiterlesen

AD - Aufnahmediagnose

Die Aufnahmediagnose beschreibt die erste Diagnose, die bei der Aufnahme eines Patienten dokumentiert wird. Diese Diagnosen basieren auf der Anamnese und der klinischen Untersuchung durch den aufnehmenden Arzt. Anhand dieser Diagnose werden weitere stationäre therapeutische oder diagnostische Maßnahmen am Patienten getroffen.  Die Aufnahmediagnose dient einer ersten Indikation für den Krankenhausaufenthalt. Unterschiede zwischen Aufnahmediagnose und Hauptdiagnose können zustande kommen. Zum Beispiel können durch Prozeduren, Konsultation der Fachärzte, diagnostische Tests und sonstige körperliche Untersuchungen eine differente Diagnose als Hauptdiagnose identifiziert werden. Die Aufnahmediagnose muss klar von der Hauptdiagnose abgegrenzt werden, welche für die Zuordnung über die MDC in eine DRG-Gruppe relevant ist. Beispiel: Ein Patient wird aufgrund eines Sturzes im Rahmen eines Schwindelanfalles ins Krankenhaus eingeliefert. Die Aufnahmediagnose ist der Schwindelanfall. Nach der Untersuchung und Behandlung stellte sich als Ursache des Schwindelanfalles der entgleiste Blutzuckerspiegel heraus. Daher ist die Hauptdiagnose der Diabetes mellitus. Daran ändert sich auch nichts, wenn im Verlauf der Behandlung der Patient aus dem Krankenhausbett fällt, sich das Bein bricht und operiert werden muss. Auch wenn der Beinbruch und die Operation die mit höheren Kosten verbundene Behandlung sein sollte, so wurde der Krankenhausaufenthalt nicht dadurch verursacht, sondern durch den Schwindelanfall infolge des Diabetes mellitus. Der Diabetes mellitus bleibt Hauptdiagnose, der Beinbruch ist eine Nebendiagnose. Quelle: www.wikipedia.de... Weiterlesen

Sonderentgelte

Sonderentgelte dienen als Entgeltform für einzelne, gut abgrenzbare stationäre Behandlungen die pauschal vergütet werden können. Es werden mittels der Sonderentgelte einzelnen Leistungskomplexe wie bspw. Arzneimittelkosten, Operationskosten etc. vergütet. Diese Entgeltform wird zusätzlich zu den tagesgleichen Abteilungspflegesätzen abgerechnet. Quelle: www.gesetzliche-krankenkassen.eu... Weiterlesen

SGB - Sozialgesetzbuch

Das Sozialgesetzbuch (SGB) soll "zur Verwirklichung sozialer Gerechtigkeit und sozialer Sicherheit Sozialleistungen gestalten". Seit Anfang der 1970er Jahre hat die Kodifikation des deutschen Sozialrechts begonnen, dieser wird vom Gesetzgeber stufenweise umgesetzt.... Weiterlesen

Ressourcenverbrauch

Basis-DRGs können in verschiedene Schweregrade eingeteilt werden. Mit dem Schweregrad wird die relative Bedeutung von DRGs innerhalb einer Basis-DRG bezogen auf den Ressourcenverbrauch angegeben. Das vierte Zeichen einer DRG gibt an, welche Schweregradeinteilung vorliegt. Einteilung der Schweregrade: A = Stellt den höchsten Ressourcenverbrauch dar B = Stellt den zweithöchsten Ressourcenverbrauch dar C = Stellt den dritthöchsten Ressourcenverbrauch dar usw. Z = Keine Unterteilung, ohne Schweregradeinteilung Quelle: Busse, Schreyögg, Gericke (2006): Management im Gesundheitswesen, S. 61-63.... Weiterlesen