über das White paper

Wir haben uns in diesem White-Paper mit exemplarischen Fehlern des Einweisermanagements in deutschen Krankenhäusern auseinandergesetzt und uns dabei angesehen, wie Ziele eines funktionierenden Einweisermanagements definiert werden. Anschließend wird in drei Phasen die Etablierung eines sinnvollen Einweisermanagements vorgestellt.

summary

Das typische Einweisermanagement in deutschen Kliniken wird von den Autoren als phantasielose, unspezifische, spontane und meist wenig durchdachte Ad-hoc-Maßnahmen charakterisiert, wie z.B. Flyer und Fortbildungen. Darüber hinaus werden eine unspezifische Ansprache aller Zuweiser mit einheitlichen Maßnahmen, sowie eine einseitige Konzentration auf Wenig- und Nichteinweiser als typische Fehler genannt. Um diese Fehler zu umgehen muss das Einweisermanagement als ein kontinuierlicher Prozess verstanden werden. So können folgende Ziele erreicht werden:

  • Stabilisierung der Fallzahlen durch Immunisierung der eigenen Einweiser
  • Fallzahlsteigerung durch Nutzung des existierenden Einweisungspotenzials
  • Fallzahlsteigerung durch Gewinnung bisheriger Nichteinweiser
 
 

EINWEISERMANAGEMENT

 
Originalarbeit: Einweisermanagement
Autor: Nico Kasper
Veröffentlicht in: Krankenhausmanagement Strategien, Konzepte, Methoden, 2017
Seiten: 281-284
Zusammenfassung und Bewertung: Catharina Mai, BinDoc GmbH

 

KEY FACTS
Nico Kasper beschäftigt sich in seinem Artikel mit exemplarischen Fehler des Einweisermanagements deutscher Krankenhäuser und definiert Ziele eines funktionierenden Einweisermanagements. Anschließend wird in drei Phasen die Etablierung eines sinnvollen Einweisermanagement vorgestellt.

 

ZUSAMMENFASSUNG
Typische Fehler und Ziele des Einweisermanagements
Das typische Einweisermanagement in deutschen Kliniken charakterisiert Kasper als phantasielose, unspezifische, spontane und meist wenig durchdachte Ad-hoc-Maßnahmen, wie z.B. Flyer und Fortbildungen. Darüber hinaus nennt er eine unspezifische Anspracher aller Zuweiser mit einheitlichen Maßnahmen sowie eine einseitige Konzentration auf Wenig- und Nichteinweiser als typische Fehler. Um dieser Fehler zu umgehen muss das Einweisermanagement als ein kontinuierlicher Prozess, welcher mit einer Strategie hinterlegt ist, verstanden werden. So können die Ziele:
  • Stabilisierung der Fallzahlen durch Immunisierung der eigenen Einweiser
  • Fallzahlsteigerung durch Nutzung des existierenden Einweisungspotenzials
  • Fallzahlsteigerung durch Gewinnung bisheriger Nichteinweiser, erreicht werden.

 

Phase 1: Grundelemente und Abbau erster Barrieren
Kasper beschreibt die Nicht-Erreichbarkeit von Ansprechpartnern, fehlende Informationen bzgl. des Leistungsspektrums oder zu lange Wartezeiten bei Termin bzw. Bettenzusagen als typische Barrieren an welchen Zuweisungen scheitern. Um diese Barrieren aufzubrechen empfiehlt er das Einweisermanagement eines jeden Krankenhauses auf fünf Grundelementen aufzubauen.
Das Einweiserbeschwerdemanagement zielt darauf ab, dem Einweiser bei jedem Behandlungsfall die Möglichkeit zur Beschwerde zu geben. EinweisermanagementAuf diese Weise kann die Klinik auf konkrete Anforderungen der niedergelassenen Ärzte reagieren und so die Zusammenarbeit optimieren. Mit Hilfe einer systematischen Einweiserstatistik können diese in Haupt-, Mittel- und Geringeinweiser differenziert werden. Diese Statistik wiederum dient dem Einweiserberichtswesen als Gundlage für Quartalsberichte auf Fachabteilungsebene, welche Abweichungen von Zielfallzahlen aufzeigen und Maßnahmenempfehlungen für die Chefärzte bereithalten. Auch eine Einweiserdatenbank mit sämtlichen Informationen und Kontaktdaten wird als wesentlicher Bestandteil bezeichnet. Der Einweiseraußendienst ist für Einweiserbesuche zuständig und verbessert die Einweiser-KlinikSchnittstelle indem die Einweiserbeschwerden zeitnah bearbeitet werden.

 

Phase 2: Strategisches Einweisermanagement
In der zweiten Phase geht es darum mit Hilfe einer strukturieten Situationsanalyse einen Informationsvorsprung gegenüber den Wettbewerbern aufzubauen. Die Interpretation der Situationsanalyse bietet Antworten auf die Schlüsselfragen des Einweisermanagements. Für die Klinikleitung besteht die Aufgabe nun darin, sich klar gegenüber den Niedergelassenen zu positionieren und eine Einweiserstrategie zu definieren, welche ein strategisches Rahmenwerk mit Stoßrichtung, messbaren Zielen und zugeordneten Maßnahmenpaketen beinhaltet.

 

Phase 3: Operatives Einweisermanagement
In der dritten Phase wird die Umsetzung der geplanten Maßnahmen beschrieben. Kasper sieht die Wahrnehmung der Niedergelassenen in ihren unterschiedlichen Rollen während des Einweisungsprozesses als wesentliches Erfolgsmerkmal an. Als konkrete Bestandteile eines erfolgreichen Einweisermanagements werden unter anderem folgende Aspekte genannt:
  • Kooperationsangebote für Niedergelassenen, z.B. Einbindung in Zentren
  • Gemeinschaftliche Öffentlichkeitsarbeit
  • Forbildungsangebote für Praxisangestellte
  • Urlaubsvertretungen für Praxen durch Krankenhausärzte
  • Gemeinschaftlich erarbeitet Medikamentenempfehlungen bei Entlassung etc.
 
 
 

BINDOC WHITE PAPER

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