Die Aufnahmediagnose beschreibt die erste Diagnose, die bei der Aufnahme eines Patienten dokumentiert wird. Diese Diagnosen basieren auf der Anamnese und der klinischen Untersuchung durch den aufnehmenden Arzt. Anhand dieser Diagnose werden weitere stationäre therapeutische oder diagnostische Maßnahmen am Patienten getroffen. 
Die Aufnahmediagnose dient einer ersten Indikation für den KrankenhausaufenthaltUnterschiede zwischen Aufnahmediagnose und Hauptdiagnose können zustande kommen. Zum Beispiel können durch Prozeduren, Konsultation der Fachärztediagnostische Tests und sonstige körperliche Untersuchungen eine differente Diagnose als Hauptdiagnose identifiziert werden. Die Aufnahmediagnose muss klar von der Hauptdiagnose abgegrenzt werden, welche für die Zuordnung über die MDC in eine DRG-Gruppe relevant ist.

 

Beispiel:

Ein Patient wird aufgrund eines Sturzes im Rahmen eines Schwindelanfalles ins Krankenhaus eingeliefert. Die Aufnahmediagnose ist der Schwindelanfall. Nach der Untersuchung und Behandlung stellte sich als Ursache des Schwindelanfalles der entgleiste Blutzuckerspiegel heraus. Daher ist die Hauptdiagnose der Diabetes mellitus. Daran ändert sich auch nichts, wenn im Verlauf der Behandlung der Patient aus dem Krankenhausbett fällt, sich das Bein bricht und operiert werden muss. Auch wenn der Beinbruch und die Operation die mit höheren Kosten verbundene Behandlung sein sollte, so wurde der Krankenhausaufenthalt nicht dadurch verursacht, sondern durch den Schwindelanfall infolge des Diabetes mellitus. Der Diabetes mellitus bleibt Hauptdiagnose, der Beinbruch ist eine Nebendiagnose.

(Quelle: Wikipedia Artikel 'Hauptdiagnose', aufgerufen am 08.10.2020; https://de.wikipedia.org/wiki/Hauptdiagnose)